Dienstag Oktober 4th, 2011
Der europäische Gerichtshof hat heute entschieden, das Fußballfans das Recht haben müssen, Spiele über die günstigste Satelliten-Decoderkarte (zum Beispiel von Pay-TV-Anbietern aus dem Ausland) zu sehen – auch wenn das exklusiven nationalen Vermarktungsverträgen widerspreche.
Hört sich ja erstmal gut an, aber was bringt mir es, die Fußballspiel in z. Bsp. chinesischer Sprache anzuschauen. Das ist ja für einmal ganz nett, aber laufend brauche ich das nicht. Und permanent nur Stadionatmosphäre ist auch nicht so prickelnd.
Außerdem, was ist eine Fußballübertragung ohne das ahnungslose Gesabbel der ganzen Marcel Reif´s oder Fritz von T&T. Über was soll ich mich da denn noch aufregen. Oder was wäre der Menschheit verloren gegangen, wenn man einen Waldi Hartmann nicht vor eine Kamera oder hinter ein Mikrofon gelassen hätte?
Also, rettet das deutsche Pay TV zur Erhaltung von Klassikern wie: “Je länger das Spiel dauert, desto weniger Zeit bleibt.” (M. Reif) oder: “Und jetzt skandieren die Fans wieder: Türkiye, Türkiye. Was so viel heißt wie Türkei, Türkei. ” (Heribert Faßbender)
Hannover 96 und Wolfsburg gehören jetzt nicht gerade zu meinen Lieblingsmannschaften in der BuLi. Daher fällt es mir auch einigermaßen schwer hier für die beiden Bresche zu springen, aber die Ungerechtigkeit die die Clubs in der erst kurzen Saison erfahren haben, schreit zum Himmel und lässt nur eine Konsequenz zu: Wir brauchen den Videobeweis in der BuLi!
Es geht nicht darum die „Ungerechtigkeit“ aus dem Sport zu verbannen, daher muss auch nicht jede Abseitsentscheidung mit einem Videobeweis verifiziert werden. Es geht einzig und alleine um „Tor“ oder „kein Tor“. Ich meine, der einzige Sinn in diesem verdammten Spiel liegt darin, dass das Runde ins Eckige muss (Ok Brasilianer mögen anderer Meinung sein). Das heißt es gibt keine Situation, die den Ausgang des Spiels so beeinflusst wie ein Ball, der die Torlinie passiert hat. Und wird dann dieser Treffer nicht gegeben, weil ein angeblicher Regelverstoß vorliegt ist das Spiel- und Wettbewerbsverzerrung (kein Vorwurf an die Schiedsrichter hier).
Dabei wäre es so einfach die Situation zu überprüfen. Das Spiel wird immer(!) unterbrochen wenn der Ball über die Torlinie zu bugsiert wurde. Man hat also Zeit. Und das Spiel müsste nicht “künstlich“ unterbrochen werden. Der vierte Offizielle schaut auf einen Monitor und gut ist. Alle Gegenargumente können nicht ernst gemeint sein. Nur am Rande: mein favorisiertes Argument ist: „Zum Fußball gehört die Diskussion am Tag danach unter Kollegen auf der Arbeit“. Es diskutiert heute nur keiner darüber, weil wir alle gestern in ca. 200 Wiederholungen gesehen haben, dass Hannover ein reguläres Tor geschossen hat, dass nicht gegeben wurde.
Also Ihr Funktionäre, kommt aus dem Quark und macht mal was Anständiges. Wir brauchen nicht den 94 Offiziellen am Spielfeldrand sondern den Videobeweis!
Foto: Flickr – Mr. Nightshade
Mittwoch August 10th, 2011
Mal wieder ist der Rasen in der Commerzbank Arena kaputt, mal wieder wurde der Rasen durch eine Veranstaltung stark beschädigt und wird nicht erneuert. Mal wieder ist die Eintracht der Leidtragende. Und das bei einer solch hohen Miete. 9 Millionen in der Ersten und noch über 4 Millionen in der 2. Liga zahlt die Eintracht an die Stadion AG, also die Stadt Frankfurt im Jahr. Und dafür darf sich der Hauptmieter auch noch solche Sprüche anhören.
“Es ist ein Event- und ein Fußballstadion”, sagt SFM-Chef Patrik Meyer, die Beschwerden der Eintracht kämen “alle Jahre wieder!”
Man beachte die Reihenfolge, erst Event, dann Fußball.
Dazu noch solche schwachsinnigen Sprüche wie dieser hier:
Der Abstieg der Eintracht und der daraus resultierende frühe Saisonbeginn im Bundesliga-Unterhaus habe den Betreiber wegen fest vereinbarter Veranstaltungen “in die Bredouille” gebracht.
Die Bundesliga hat auch letzte Woche wieder begonnen, was hätte das gegenüber jetzt geändert? Die Veranstaltung hätte auch mit einem Bundesligisten Eintracht Frankfurt stattgefunden und der Rasen wäre genauso beschädigt wie jetzt.
Wenn die Events an erster Stelle kommen, dann sollte man wenigstens die Miete reduzieren.
Oder falls sich nichts daran ändert, dann sollte die Eintracht dringend darüber nachdenken ob sie sich nicht ein eigenes Stadion baut. Bei 9 Euro Millionen Miete jährlich, da sollte es möglich sein ein eigenes Stadion zu finanzieren. Das Gladbacher Stadion hat 87 Millionen Euro gekostet. Somit wäre die reinen Baukosten nach ca. 10 Jahren abbezahlt. Mit Zinsen vielleicht noch 2 bis 3 Jahre länger.
Man kann zwar davon ausgehen, das weder Stadt noch Land “not amused” wären und wohl kaum Geld dazu geben würden, aber “who cares”!!!
Der Eintracht würden durch eigene Vermietung, eigene Vermarktung usw. auf längere Sicht gesehen, mehr Geld zur Verfügung stehen.
Dienstag August 9th, 2011
So, es passiert, die Bayern werden in die 2. Liga absteigen. Schon nach dem ersten Spieltag sind die Bayern hoffnungslos abgeschlagen, während der schon 90 Minuten dauernden Alptraum Saison waren die Bayern in keiner Sekunde in der Lage den Abstieg zu verhindern.
Jetzt mal im Ernst. Spinnen die Medien, insbesondere die Blöd, eigentlich völlig? Die Bayern haben ein Spiel verloren und jetzt 3 Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. Es ist noch nichts passiert.
An Stelle der Bayern würde ich mir weniger über die 3 verlorenen Punkte gegen Gladbach Gedanken machen, sondern eher darüber, ob das Spielsystem mit den so dominanten Flügelspielern noch Sinn macht.
Jeder Zweitligist weiß doch inzwischen, das man gegen die Bayern nur die beiden Superstars ausschalten muß. Damit ist das Spiel der Bayern blockiert und der Gomez hängt in der Luft. Der könnte sich eigentlich in einen Liegestuhl legen, denn er bekommt eh keinen Ball. Gleichzeitig wird der beste Bayer, Müller, von Spiel zu Spiel und auch während des Spiels von Position zu Position geschoben, der Junge spielt zwar überall gut, aber ich glaube, wenn er sich endlich einmal auf einer Position einspielen könnte, dann wäre er noch stärker.
Es gibt auch etwas positives, die Abwehr wurde stabilisiert. Neuer, Boateng und Rafinha geben der ganzen Sache etwas mehr Sicherheit. Und so Gegentor kann immer mal passieren.
Gehen wir einmal davon aus, das die Bayern in den nächsten Wochen noch stärker werden, dann wird der Alptraum schnell ein Ende haben.
Heute habe ich einen interessanten Artikel in der Süddeutschen Zeitung (http://www.sueddeutsche.de/sport/fussball-einst-nationalspieler-nun-arbeitslos-1.1126250) über ehemalige Nationalspieler im besten Fußballalter gelesen. Der Artikel kritisiert (in meinen Augen) ein wenig den Jugendwahn der Bundesliga und das „Copy & Paste“ Verhalten der Manager. In diesem Fall meint der Autor, dass wenn eine junge Mannschaft (siehe Dortmund) Erfolg hat, nimmt sich das jeder BuLi Manager zum Vorbild. Der Schreiber des Artikels folgert, dass dadurch keine rationalen Entscheidungen mehr getroffen werden und das routinierte Spieler so außen vor bleiben – selbst wenn sie eigentlich besser sind als ein „Junger“.
Ich kann mich noch an die Zeit erinnern (die keine 5 Jahre zurückliegt) in der sich Fußball-Deutschland genau diese Situation gewünscht hat. Und nun, nach ein paar Erfolgen der N11 (sofern Dritte Plätze und Finalteilnahmen Erfolge sind) soll das Rad schon wieder überdreht sein?? Mein lieber Herr Kneer, da haben Sie mit ihrem Artikel aber zu sehr das Klagen der Spielerberater wiedergegeben. Ich denke die Herrn Hitzelsberger, Hinkel, Asamoah und vielleicht auch Odonkor sind nicht ohne Verein, weil Sie keiner will, sondern weil sie zu viel Gehalt möchten! Hat Asamoah auf Gehalt verzichtet als er zu Pauli ging? Nein. Und zweite Liga wollte er auch nicht spielen. Das ist sein gutes Recht – nur beschweren darf er sich nicht. Auch Hinkel und Hitzelsberger haben das Glück im Ausland mit hochdotierten Verträgen gesucht (sonst hätte sich „Hitze“ auch in der BuLi zeigen können) Wir haben das Rad nicht überdreht – noch lange nicht. Vielmehr dient es die Gehaltspreisschraube in der BuLi wieder ein bisschen zurückzudrehen und das ist gut. Nicht weil ich den Spielern ihr Gehalt nicht gönne, sondern weil für mich als Fan alles teurer wird, damit die Spieler mehr verdienen.
Bild: svensonsan (http://www.flickr.com/photos/svensonsan/)

Kein Verein bricht ohne Ultras zusammen
Nicht nur durch die aktuelle Diskussion um Manuel Neuer und die Benimmregeln die die Ultra-Gruppe “Schickeria” dem Torwart diktiert hat, widmen sich die Medien diesen Gruppierungen in großer Ausführlichkeit. Natürlich habe ich auch eine Meinung:
Und ich finde nun reicht es mit diesen Fans. Ultras sind nicht besser als andere Fans. Ihre liebe zum Verein ist auch nicht größer als bei vielen anderen. Sie haben offensichtlich nur weniger sonst zu tun in ihrem Leben, sonst würde ihnen das alles nicht so nahe gehen. Und sie tun dem jeweiligen Verein bestimmt nicht nur Gutes, wie sie immer behaupten. Es ist wirklich schlimm wie die Verantwortlichen der Vereine -im Besonderen des FCB- mit diesem Thema umgehen. Was aus dem Fußball wird, wenn diese Gruppen die Richtung vorgegeben, können wir seit Jahren in Italien oder Serbien sehen.
Das der Stimmung zwangsläufig schlechter wird, wenn sich die Ultra-Gruppen entscheiden keine Schlachtgesänge mehr zu singen, sehe ich nicht zwingend. Es wird einfach nur von anderen übernommen werden. Das der Fußball jedoch vor die Hunde geht, wenn die Ultras zu viel zu sagen haben, ist jedoch sicher!
Daher: Ein Verein-Fan-Dialog ist richtig und wichtig. Ein Verein-Ultra-Dialog nicht immer. Man kann auch Fan sein ohne ein Ultra zu sein!
Foto: Flickr, Kayb_82
Aber wo führt der Zug hin? Ins nirgendwo oder geht es wieder bergauf?
Aber erstmal der Reihe nach, nach dem sinnlostesten Abstieg aller Zeiten, wurde dem HB erstmal ein BH zur Seite gestellt, das soll mehr Sportkompetenz bringen. Das bedeutet dann wohl, das wir die letzten Jahre ohne Sportkompetenz in der Buli waren, da sollte der Aufsichtsrat mal drüber nachdenken, ob er seiner Sorgfaltspflicht nach gekommen ist. Aber das nur am Rande!
Bruno Hübner ist der neue Sportdirektor, gekommen vom MSV Duisburg, vorher hat er den SV Wehen in die 2. Liga geführt. Na ja, das ist nun nicht gerade die große Fußballbühne, aber er hat wenigstens Erfolg. Auch seine Ansichten wie ein Trainer zu arbeiten hat, finde ich gut. (Stichwort Skibbe und Pünktlichkeit)
Und das er den Dauernörgler Ama in die Wüste schicken will, stößt bei mir auf Zustimmung. Langsam nervt der Grieche.
Aber jetzt kommen wir zu dem Thema Trainer, und da kommt der VEH, leider muß ich mich da selbst zitieren:
Dazu haben sie als Trainer den Veh geholt, in Wolfsburg grandios gescheitert, darf er jetzt in Hamburg weiterstümpern. Ich halte von dem gar nichts, der will immer sein geliebtes Kurzpaßspiel durchdrücken, egal ob er die Spieler dazu hat oder nicht. Empfinde ich als Schwachsinn.
Von mir, so in der Saison Vorschau 2010 geschrieben. Und da stehe ich immer noch zu, ich halte von dem Veh nichts bis gar nichts! Ich kann nur hoffen, das er mich eines besseren belehrt.