Immer gegen die Kleinen

Es gibt sie doch, die Kleinen!

Es gibt sie doch, die Kleinen!

Während die Waliser heute auf der Suche nach ihrem Stolz sind, den sie gegen die Finnen bei der 0:2 Heimniederlage verloren haben, geht es für die Bundeself um wertvolle Punkte im Fernduell gegen Russland.
Auch wenn Löw tiefstapelt, wie es nun einmal deutsche Tradition ist: “es gibt keine kleinen mehr”, muss gegen diese walisische Mannschaft einfach gewonnen werden.
Interessanteste Spieler der Inselbewohner sind, dass Nachwuchstalent Aaron Ramsey von Arsenal (wo auch sonst sollte er spielen) und “the nutter with the putter” Greg Bellamy von Man City.

Viel wichtiger als die Begegnung gegen die zweitklassigen Waliser, ist die Frage warum die Deutsche Nationalmannschaft in den folgenden Freundschaftsspielen immer nur gegen drittklassige Mannschaften “Fußballzwerge” antritt.
Die Freundschaftsspielgegner im Jahre 2009 heißen China, Südafrika und Vereinigte Arabische Emirate! Na Großartig! Während andere Fußballgroßmächte sich untereinander treffen um mal einen echten Härtetest durchzuführen und um den Zuschauern an den Fernsehschirmen etwas zu bieten, tingelt die Deutschen durch die Fußballprovinz – aus sportpolitischen Gründen. Es ist ja in Ordnung das auch der DFB in Marketingkategorien denken – aber muss es gleich bei allen Freundschaftsspielen sein?? Und was ist mit dem heimischen Markt?

Also ich denke in zwei Freundschaftsspiele pro Jahr, könnte ruhig mal Mannschaften von Format getroffen werden. Besiegt man diese, kann man sich die Redewendung von den kleinen auch Sparen, wird verloren, ist es immerhin eine gute Standortbestimmung.
Und als Fan will ich: Argentinien, Spanien, Frankreich, Holland, England, Mexiko, Portugal, Italien, die Elfenbeinküste, Nigeria und Kamerun sehen (scheiß auf Brasilien!!!) und nicht diese Gegurke gegen Mannschaften die hier in der Oberliga Probleme hätten!!!

Foto: Flickr by peter.scheu ©

Bundeself im Einsatz

.....schlaaaaaand

.....schlaaaaaand

Wie haben es die Trainer der BuLi so schön formuliert, die Nationalmannschaft gehört zur Bundesliga. Und das heißt für uns, das sie damit auch logischerweise ein Teil von www.unsere-bundesliga.de ist.
Nach nun zwei Niederlagen in Folge geht es morgen gegen die „Steuerhinterzieherhelfer“ aus Lichtenstein – mit voraussichtlich folgender Aufstellung:

Tor
: Enke
Abwehr: Beck, Mertesacker, Westermann, Lahm
Mittelfeld: Schweinsteiger, Ballack, Hitzlsperger, Jansen
Sturm: Gomez, Podolski

Viel wichtiger als das Spiel morgen, ist allerdings dass was der Bundestrainer über die Zukunft der Bundeself und über die schwächen der BuLi gesagt hat. Hier ist -.meines erachtens- einiges Diskussionswürdig. Vor allem auch das was aus der BuLi zurück kam.

1. Die Torwartfrage
Löw hat sich für Enke entschieden, zumindest für die nächsten beiden Spiele. Aber er möchte den Kampf um die Nummer eins weiter offen halten. Da glaube ich Löw nicht. Wenn er das wollen würde müsste er nun Tim Wiese endlich mal ein Chance geben. In Pressekonferenzen immer nur zu sagen, dass sich der Bremer verbessert hat, reicht nicht. Damit macht man sich unglaubwürdig. Also entweder klar Position beziehen oder konsequent rotieren.

2. Das Mittelfeld
Das Frings nicht spielt (mal abgesehen davon das er verletzt ist) ist völlig in Ordnung. Derzeit gibt es bessere als ihn. Allerdings fehlen mir Özil und Jones im Aufgebot.

3. Sturm
Wer eine ansteigende Form bei Podolski feststellt, muss Spiele gesehen haben, die kein anderer gesehen hat. Was der im Moment bei den Bayern bringt ist eine Frechheit. Da würde ich eher den Helmes sehen.

4. Die Spielintensität
Da muss ich Löw völlig recht geben. Die Spielintensität der allermeisten BuLi-Partien bewegt sich allerhöchstens auf einem mittleren Niveau. Auch ich finde der blinde Verehrung der Premier League nicht richtig. Aber dort wird schneller und intensiver gespielt. Und das nicht nur bei den ersten vier, wie die BuLi Trainer meinten. Auch ist die Taktik-Schulung in Italien und Spanien weit der, der Bundesliga voraus. Ich finde hier könnte die BuLi etwas selbstkritischer sein.

5. Leader auf dem Platz
Schön das jeder mehr „Leader“ (das sollte man wohl lieber nicht ins deutsche Übersetzten) auf dem Platz fordert. Aber was tun den Vereine und Nationalmannschaft? Jeder Spieler der auch nur einwenig eigenen Charakter zeigt wird ausgemustert, bestraft und zusammen mit der Presse als Nestbeschmutzer verunglimpft. Kein Wunder also das wir nur noch stromlinienförmige Profis in Deutschland haben. Ein Leader und Charakter starker Spieler ist das eben nicht nur auf dem Platz sondern auch daneben.

Zurück zu Euch!

Bild: Flickr by SpreePiX – Berlin

Copyright © 2012 unsere-bundesliga.de